Na, jetzt hab´ ich wohl recht viel zu erzählen.
Doch zuvor möchte ich mich mal bei allen bedanken, die meinen Blog so regelmäßig besuchen. Und auch vielen Dank für die Kommentare. Hab sie grad´gelesen und mich gefreut.
Mein Kilometerstand nach nun drei Wochen Tour hat gestern die 1.000 Km-Marke geknackt. Meinem Fahrrad und mir geht´s gut. Ok, der Ständer am Bike ist bereits abgebrochen und auch die Gangschaltung hatte es nötig, neu eingestellt zu werden aber das sind ja nur kleine Wehwehchen... Klopf grad drei mal auf Holz und sag´ toi, toi, toi!
Am Sonntag, 26.07.09 hab ich die Ostsee erreicht. Auf direktem Weg hab ich den nächsten Hundestrand (der wird vom Tourismus ein wenig geschont) gesucht und bin ab zum Meer. Ich hätt´schreien können. Der Tag war sonnig, die Tour angenehm, eine leichte Brise und dann der Blick über´s Wasser, saaaagenhaft.
Am Abend, es war bereits sehr spät, saß ich dann allerdings irgendwo mitten in einem Feld und hatte fast keine andere Möglichkeit dort einfach mein Zelt aufzuschlagen. Zwei Stunden hab´ ich damit verbracht, einen Platz zu suchen. 20 km und einiges auf und ab habe ich hinter mich gebracht um dann endlich etwas zu finden.
Ich fand einen Selbstversorgerhof, der von Claudia bewirtschaftet wird. Dort hatte ich die Möglichkeit bis zum Donnerstag zu verweilen und erhielt einen tiefen Einblick in das Leben einer gewissen Unabhängigkeit, die mir gefallen hat. "Wie gut es mir doch eigentlich geht!" dachte ich nicht nur einmal. Holz für die Heizung muss gehackt werden, die Tiere wollen versorgt sein, der Hof in Stand gehalten werden und die Familie ist auch noch da. Nun geht Claudia allerdings auch noch nebenher arbeiten. Sport ist für Sie der reinste Luxus, denn Sie fragt sich, wie man um Himmels Willen noch Zeit dafür haben kann. Doch steht sie voll und ganz hinter ihrem Lebenstil und möchte es nicht anders haben wollen. Das kann ich nachvollziehen. Selbstverständlich sind es allerdings auch Eindrücke, die ich mehr am Rande erfahren habe. Wie es wirklich ist, kann ich nicht sagen. Habe aber wenigstens gelernt, wie man Holz hackt....
Morgen geht´s für mich weiter durch die Lüneburger Heide in Richtung Kassel. Schreibt ruhig weiter fleißig Kommentare, es freut mich von euch zu hören. Die nächsten Fotos gibt´s später, ist nicht so leicht ein Internet-Café mit USB-Anschluss auf dem Land zu finden.
Liebe Grüße an alle Andi