Oft beneide ich jene Seelen, die ihr Wesen an der Oberfläche tragen. Jene Menschen, die nie einen Zwiespalt in ihrem Herzen trugen. Dort, wo jede Sehnsucht keimt und nach Erfüllung ruft.
Mich hat vor einigen Tagen während eines Telefongespräches etwas überrascht. Ich sprach mit einer sehr guten Freundin und äußerte meine Ängste und Zweifel hinsichtlich meiner Reisepläne. Ich sprach von Unvernunft in Zeiten einer Wirtschaftskrise ein solches Vorhaben in die Tat umzusetzen. Ich fragte Sie, ob es doch besser wäre, vernünftig zu sein?
Sie antwortete: "Ja, sei vernünftig."
Ich sprach: "Also die Reise absagen?"
Sie antwortete: "Nein!"
Ich sprach: "Du meinst also, vernünftig ist, meine Reise zu tun um Erfüllung zu finden?"
Sie antwortete: "Ja!"
Mich hat vor einigen Tagen während eines Telefongespräches etwas überrascht. Ich sprach mit einer sehr guten Freundin und äußerte meine Ängste und Zweifel hinsichtlich meiner Reisepläne. Ich sprach von Unvernunft in Zeiten einer Wirtschaftskrise ein solches Vorhaben in die Tat umzusetzen. Ich fragte Sie, ob es doch besser wäre, vernünftig zu sein?
Sie antwortete: "Ja, sei vernünftig."
Ich sprach: "Also die Reise absagen?"
Sie antwortete: "Nein!"
Ich sprach: "Du meinst also, vernünftig ist, meine Reise zu tun um Erfüllung zu finden?"
Sie antwortete: "Ja!"
Es ist nicht allzu wichtig nach Gründen für die Kluft zwischen meiner Sehnsucht und meiner Entscheidungen dagegen zu suchen. Die Stimme meines Herzens schwieg während mir die Stimme meines Verstandes in hellen Tönen ein gutes und bequemes Leben versprach. So ging ich denn auch meine Wege. Es waren glatte, ebene, künstliche, von jedem Hindernis befreite Wege. Sie waren einfach, ich ging sie leicht. Stumm habe ich mich ergeben. Denn ich kannte keine anderen, vermisste sie also auch nicht.
Doch mein Herz hat gelitten. Im Stillen, im Geheimen. Dort, wo ich es hinterlassen habe und den Weg dorthin vergaß. Tiefer und tiefer fiel es in die Gründe meiner Seele.
An dem Tag, als es mich an sich erinnerte, war ich keines klaren Gedankens fähig. Schmerzvoll richtete sich mein Blick auf die verlassene Landschaft meiner Seele, die ohne Blüte dar lag. Voller Angst und Misstrauen begegnete ich den Menschen. Nichts war mehr vertrauenswürdig, wie mir schien. Denn ich hatte das Vertrauen zu mir selbst verloren.
Der Weg, den ich eingeschlagen hatte, war eine Einbahnstraße die zudem noch in eine Sackgasse führte.
Ich suchte Hilfe auf. Ich war nicht fähig, alleine aus dieser Verzweiflung heraus zu finden. Oft schrieb ich Briefe an meine Freundin, die das alles mutig und tapferen Herzens ertrug, während Sie heimlich, mir gegenüber verbergend, sehr darunter litt. In einem Brief an Sie fand ich folgende Worte:
Ich glaube an das Gute
Ich glaube an die Liebe
Ich glaube an den Krieger
auf dem Weg mit Herz
Siehst Du den Mond aufgehen?
Siehst Du die Sterne auferstehen?
Siehst Du die Sonne am neuen Tag,
der nichts vom Alten bringen mag?
Ich seh den Tau, der auf den Halmen glänzt
und den Hahn, der schrie schon längst
von seinem Rufe bin ich aufgewacht
ich hatte Träume heute Nacht
In dunkle Höhle schien ein Licht
ich sah im Spiegel mein Gesicht
und voller Hoffnung war ich dann
befreit aus einem dunklen Bann
Dann hört ich laut den Hahnenschrei
wachte auf, der Traum vorbei
seh das Leben nun erwachen
und schenk dem Morgen
ein heitres Lachen
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen